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IM UMBRUCH. Go Stay Dance

Drei Tänzerinnen in drei Zeiten: DDR, Nachwendezeit und Gegenwart. Ein Film über Lebenswelten und politische Zäsuren.

Ein tänzerischer Dokumentarfilm über drei ostdeutsche Künstlerinnen zwischen Alltag und Revolution, Kunst und Kulturbetrieb, Eigen- und Gemeinsinn und die Frage, was bleibt vom Gestern im Heute. Mit Fine Kwiatkowski, Dani Lehmann und Cindy Hammer.

Inhalt:

Eine Gesellschaft im Umbruch: das ist die Diagnose unserer Zeit. Doch wie fühlt sich ein gesellschaftlicher Umbruch an? Für die italienische Soziologin Barbara Lubich begann dieser Film mit einer Forschungsarbeit zum subversiven Tanz in der DDR. Die zog 1998 aus dem Norden Italiens in den Osten Deutschlands. Bei ihren Recherchen begegnete sie Lutz Dammbeck, Christine Schlegel, Hanne Wandtke und vielen anderen. Und immer war da die Rede von einer besonderen Frau. Einer tanzenden Ikone. Fine Kwiatkowski.

Fine galt als provokativ, experimentierfreudig, unangepasst und war für Künstler wie Publikum eine Projektionsfläche des politischen Aufbegehrens. Barbara Lubich besucht sie in Mecklenburg-Vorpommern. Fine beginnt in langen Gesprächen von ihrem Leben zu erzählen. Aus wissenschaftlichen Interviews werden Dreharbeiten für eine Langzeitbeobachtung. Aus den Fragen über die Vergangenheit Fragen über das Jetzt.

Zugleich begegnet Barbara Lubich in Dresden Dani Lehmann, Jahrgang 1979. Auch sie ist Tänzerin. In der DDR sollte sie Turmspringerin werden. Aber irgendwann wollte sie nicht mehr springen. Heute pendelt sie zwischen den Welten, zwischen Dahab, wo die Revolution zum Stillstand gekommen ist und Dresden, ihrer Heimatstadt, zwischen ihrem Beruf als Tänzerin und ihrer Rolle als Mutter.

Und dann erscheint Cindy Hammer auf der Bildfläche. Sie wurde im Jahr des Mauerfalls geboren. Mit 14 ging sie auf das Internat der Palucca-Schule, mit 16 verfolgte weiter ihre Ausbildung während ihre Eltern ein neues Leben weit jenseits der ehemaligen Grenze wagten. In ihrem Tanz vereint sie Ballett und Street Dance mit der Bildwelt von Hollywood und erfindet dabei etwas Neues, Humorvolles und zugleich zutiefst Irritierendes. Sie weiß, was sie will. Die Welt steht ihr offen. Doch woher weiß man, wann ein neuer Akt beginnt?

Ein tänzerischer Dokumentarfilm über drei ostdeutsche Künstlerinnen zwischen Alltag und Revolution, Kunst und Kulturbetrieb, Eigen- und Gemeinsinn und die Frage, was bleibt vom Gestern im Heute.

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ENGLISCH

SHORT:

A dance documentary about three East German artists between everyday life and revolution, art and cultural industry, self- and public spirit and the question of what remains of yesterday in today’s world. With Fine Kwiatkowski, Dani Lehmann and Cindy Hammer.

LONG

A society in transition: that is the diagnosis of our time. But what does a social upheaval feel like? For the Italian sociologist Barbara Lubich, this film began with a research project on subversive dance in the GDR. She moved from northern Italy to eastern Germany in 1998. During her research she met artists like Lutz Dammbeck, Christine Schlegel, Hanne Wandtke and many others. And everybody was telling stories about a special woman. A dancing icon. Fine Kwiatkowski.

Fine was regarded as provocative, experimental, non-conformist, and was a projection figure of political revolt for artists and audience alike. Barbara Lubich visited her in Mecklenburg-Western Pomerania. Fine begins to talk about her life in long conversations. Scientific interviews turn into filming for a long-term documentary project. Questions about the past become questions about the present.

At the same time Barbara Lubich meets Dani Lehmann, born in 1979, in Dresden. She is also a dancer. In the GDR she was to become a high diver. But at some point she didn’t want to jump anymore. Today she commutes between the worlds, between Dahab, where the revolution came to a standstill, and Dresden, her hometown, between her profession as a dancer and her role as a mother.

And then Cindy Hammer appears on the scene. She was born in Bad Muskau GDR in the year when the Wall fell. At 11 she went to the Palucca Dance Academy, at 16 she continued her education while her parents ventured into a new life far beyond the former border. In her dance, she combines ballet and street dance with the visual world of Hollywood, inventing something new, humorous and at the same time intriguing. She knows what she wants. The world is open to her. But how do you know when the new act begins?

A dance documentary about three East German artists between everyday life and revolution, art and the cultural industry, self- and public spirit and the question of what remains of yesterday in today.

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Die Entwicklung des Drehbuchs wurde gefördert mit Mitteln der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

Der Dokumentarfilm wird gefördert mit Mitteln der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, des Amtes für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden und der Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien.

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